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Informationen zur Kenntnisprüfung

 

Wenn Sie als Humanmediziner*in, Zahnmediziner*in oder Apotheker*in mit einem Abschluss aus Drittstaaten in Hessen arbeiten wollen, müssen Sie die Gleichwertigkeit Ihrer akademischen Ausbildung nachweisen. Falls Ihre akademische Ausbildung und Berufserfahrung nicht den deutschen Standards entsprechen oder falls Sie aus einem anderen Grund auf das Gutachterverfahren verzichten, wird die Gleichwertigkeit Ihres Studiums durch eine Kenntnisprüfung festgestellt. Die Teilnahme an der Kenntnisprüfung muss bei der zuständigen Behörde, dem Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG), beantragt werden.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einer Kenntnisprüfung teilnehmen oder ein Gutachterverfahren beantragen sollen, oder falls Sie bereits durch eine Kenntnisprüfung durchgefallen sind, können Sie sich gern von unseren kompetenten Mitarbeiter*innen beraten lassen. Zudem bieten wir Kurse und Prüfungssimulationen an, die Sie speziell auf die Fächer der Kenntnisprüfung vorbereiten. Rufen Sie uns bei Interesse gern an (Telefon: 0177-4708827)!

 

Kenntnisprüfung für Humanmediziner*innen

 

Die Kenntnisprüfung für Humanmediziner*innen mit ausländischem Abschluss wird (in Hessen) von der Landesärztekammer Hessen im Auftrag des HLPUG durchgeführt.

Der Ablauf und die Inhalte der Kenntnisprüfung für Humanmediziner*innen ist in der „Approbationsordnung für Ärzte“ geregelt (§ 37). Den genauen Wortlaut des Paragraphen können Sie unter gesetzliche Bestimmungen nachlesen. In der Kenntnisprüfung wird hauptsächlich überprüft, ob Ihr medizinisches Fachwissen, das Sie im Ausland erworben haben, mit dem eines Medizinstudiums an einer deutschen Universität „gleichwertig“ ist.

Der Schwerpunkt der Kenntnisprüfung liegt auf den Fächern Innere Medizin und Chirurgie. Darüber hinaus gehören auch Fragen aus den Bereichen Notfallmedizin, Klinischen Pharmakologie, Pharmakotherapie, Bildgebende Verfahren, Strahlenschutz und Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung zu den Inhalten der Kenntnisprüfung. Falls sich bei der Überprüfung Ihrer Unterlagen im Vorfeld herausstellt, dass Sie in bestimmten Bereichen besondere fachliche Defizite aufweisen, kann zusätzlich Ihr Wissen in diesem Fachgebiet überprüft werden.

Der klinische Teil der Prüfung besteht aus einem Patientengespräch und einer körperlichen Untersuchung sowie dem Verfassen eines Arztberichtes.

Im mündlich-praktischen Teil der Prüfung findet eine Besprechung der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung statt. Außerdem werden Fälle aus den Bereichen Innere Medizin und Chirurgie sowie Fragen aus weiteren Fachgebieten bzw. fächerübergreifenden Themengebieten besprochen. 

Wenn der bzw. die Prüfungsteilnehmer*in zeigt, dass er bzw. sie über die notwendigen fachlichen sowie fachsprachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die für die Ausübung des ärztlichen Berufs in Deutschland erforderlich sind, gilt die Kenntnisprüfung als bestanden. Bei Nichtbestehen kann die Kenntnisprüfung maximal zweimal wiederholt werden.

 

Kenntnisprüfung für Zahnmediziner*innen

 

Die Kenntnisprüfung für Zahnmediziner*innen mit ausländischem Abschluss wird (in Hessen) von der Landeszahnärztekammer Hessen im Auftrag des HLPUG durchgeführt.

Der Ablauf und die Inhalte der Kenntnisprüfung für Zahnmediziner*innen ist in der „Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen“ geregelt (§§ 104-118). Den genauen Wortlaut der Paragraphen können Sie unter gesetzliche Bestimmungen nachlesen. In der Kenntnisprüfung wird hauptsächlich überprüft, ob Ihr zahnmedizinisches Fachwissen, das Sie im Ausland erworben haben, mit dem eines Studiums der Zahnmedizin an einer deutschen Universität „gleichwertig“ ist.

Die Kenntnisprüfung umfasst die Fächer Zahnärztliche Prothetik, Kieferorthopädie, Oralchirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Darüber hinaus gehören Fragen aus dem Bereich Zahnerhaltung (Endodontologie, Kinderzahnheilkunde, Parodontologie, Zahnhartsubstanzlehre, Prävention und Restauration) sowie Fragen zur Notfallmedizin, klinischen Pharmakologie, Pharmakotherapie, Hygiene und Rechtsfragen der zahnärztlichen Berufsausübung zu den Inhalten der Prüfung. Falls sich bei der Überprüfung Ihrer Unterlagen im Vorfeld herausstellt, dass Sie in bestimmten Bereichen besondere fachliche Defizite aufweisen, kann zusätzlich Ihr Wissen in diesem Fachgebiet überprüft werden.

Der schriftliche Teil besteht aus dem Verfassen eines Behandlungsplans für eine Befundsituation.

Im mündlichen Teil werden Fälle aus den oben genannten zahnmedizinischen Bereichen sowie fächerübergreifenden Themengebieten besprochen. Zudem kann der zuvor erstellte Behandlungsplan in das Prüfungsgespräch einfließen. Der mündliche Teil kann nur abgelegt werden, wenn der schriftliche Teil bestanden wurde.

Im praktischen Teil wird die zahnärztliche Behandlung in den Bereichen Zahnärztliche Prothetik, Oralchirurgie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie in der Fächergruppe Zahnerhaltung an Phantomköpfen simuliert. Der praktische Teil kann nur abgelegt werden, wenn der mündliche Teil bestanden wurde.

Wenn der bzw. die Prüfungsteilnehmer*in zeigt, dass er bzw. sie über die notwendigen fachlichen sowie fachsprachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die für die Ausübung des zahnärztlichen Berufs in Deutschland erforderlich sind, gilt die Kenntnisprüfung als bestanden. Bei Nichtbestehen kann die Kenntnisprüfung maximal zweimal wiederholt werden.

Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte informieren Sie sich immer zusätzlich bei der für Sie zuständigen Behörde bzw. Kammer über Änderungen und aktuelle Anforderungen der Kenntnisprüfung.

Stand: Oktober 2020